Die besten Startwörter für Kontexto
Dein erstes Wort ist das einzige, das du tippst, ohne irgendetwas zu wissen. Keine Buchstaben, kein Thema, keine Wortart. Gerade deshalb lohnt es sich, es nicht dem Zufall zu überlassen. Leg dir lieber ein paar feste Startwörter zu, die du jeden Tag spielst, ohne nachzudenken.
Was ein gutes Startwort ausmacht, ergibt sich direkt daraus, wie das Spiel funktioniert. Und es ist etwas anderes, als die meisten denken. Hier erklären wir dir, worauf es ankommt und welche Wörter sich in unserem Test bewährt haben.
Was ein Startwort können muss
Ein Startwort ist gut, wenn sein Rang dir etwas verrät, egal wo das geheime Wort liegt. Das ist nicht dasselbe wie „bringt einen guten Rang“.
Der Unterschied ist wichtig. Landet ein Wort bei fast allen geheimen Wörtern auf Rang 6.000, lernst du nichts, weil du das Ergebnis vorher schon kanntest. Schwankt der Rang eines Wortes dagegen je nach geheimem Wort stark, kann es dir viele verschiedene Hinweise geben. Das ist eine gute Eigenschaft für ein Startwort, aber nicht genau die Zahl, nach der unser Test sortiert.
Für den Test brauchten wir eine einheitliche Zahl, die man messen kann. Dazu gleich mehr.
Warum allgemeine Alltagswörter funktionieren
Der Rang hängt davon ab, welche Wörter in denselben Sätzen stehen. Wörter mit ähnlichen Nachbarn liegen auf der Bedeutungskarte nah beieinander.
Zeit kommt in Texten über Geschichte, Physik, Alltag, Psychologie, Musik und hunderte andere
Themen vor. Es hat also Verbindungen in viele Richtungen. Liegt das geheime Wort in der Nähe eines
dieser Themen, schneidet Zeit gut ab. Liegt es weit weg von allen, schneidet es deutlich schlecht
ab. Beides hilft dir.
Thermodynamik hat dagegen kaum Verbindungen. Es landet bei fast jedem geheimen Wort weit hinten,
außer das Wort kommt zufällig aus der Physik. In unserem Test liegt es in knapp 98 von 100 Rätseln
über Rang 1500. Als Startwort verrät es dir also selten etwas.
Noch etwas kommt dazu, das weniger offensichtlich ist. Damit ein häufiges Wort überhaupt einen aussagekräftigen Rang bekommen kann, muss vorher herausgerechnet werden, wie häufig es ist. Sonst wären häufige Wörter zu allem ähnlich, und ihr Rang wäre immer gleich. Genau dafür räumen wir die Bedeutungskarte auf, wie in All-but-the-Top beschrieben. Ohne diesen Schritt würde die ganze Idee mit den Startwörtern nicht funktionieren.
Vier Wörter, die viel abdecken
Für einen ganzen Start kommt es außerdem darauf an, wie gut vier Wörter zusammen die Karte abdecken. Vier gute Wörter aus demselben Bereich können weniger abdecken als vier mittelmäßige aus vier verschiedenen.
Welche einzelnen Wörter gut sind, haben wir inzwischen gemessen. Für 46 Kandidaten haben wir über alle 2.400 vorbereiteten Rätsel ausgerechnet, wie oft sie einen Rang unter 1500 bringen. Vorne liegen:
- gehen bringt in 13,2 Prozent der Rätsel einen brauchbaren Hinweis, der Bestwert im Test.
- machen schafft 12,8 Prozent und gehört damit auch zu den stärksten Wörtern.
- arbeit kommt auf 11,9 Prozent und ist das beste Hauptwort im Test.
- sehen und bauen liegen bei je 11,0 Prozent und decken verschiedene Tätigkeiten ab.
Vier der fünf sind Verben. Das zeigt einen Unterschied unter den getesteten Wörtern, beweist aber nicht, dass Verben grundsätzlich bessere Startwörter sind. Ein Verb kann in Sätzen über viele Themen stehen, ein Hauptwort bringt sein eigenes Thema stärker mit.
Spannend ist auch, was nicht funktioniert. Wasser galt bei uns lange als Paradebeispiel für
ein allgemeines Startwort und landet im Test nur auf Platz 38 von 45, mit 2,6 Prozent sogar
schlechter als Thermodynamik, das eigentlich das Gegenbeispiel sein sollte. Es fühlt sich
allgemein an, weil es in vielen Lebensbereichen vorkommt. Die Sätze drumherum ähneln sich aber
stark: Meistens geht es wirklich um Flüssigkeit. Die ganze Auswertung steht im
Startwort-Test.
Feste Startwörter haben noch einen Vorteil: Sie kosten dich keine Denkzeit, und mit der Zeit lernst
du, wie sich ihre Ränge anfühlen. Nach ein paar Wochen weißt du, dass Mensch auf 5.000 etwas
anderes bedeutet als Mensch auf 2.000, weil du beides schon oft gesehen hast.
Die Auswertung: Fang bei den Absagen an
Nach vier Wörtern hast du vier Zahlen. Die meisten schauen zuerst auf die beste. Hilfreicher ist es, bei den schlechtesten anzufangen.
Ein Wort auf Rang 8.000 spricht deutlich gegen die Richtung, die du damit getestet hast. Es beweist aber nicht, dass jedes Wort aus diesem Thema ausgeschlossen ist. Drei solche Absagen sind als Grundlage oft nützlicher als ein einzelner mittlerer Treffer.
Ein Treffer auf Rang 400 ist dagegen unsicher. Von rund 51.000 Wörtern liegen zwar nur 399 davor, darunter sind aber noch etwa 150 Alltagswörter, und dort liegen mehrere ganze Themen nebeneinander. Der Rang sagt dir, dass du in der Gegend bist, nicht dass du im richtigen Thema stehst.
Was danach kommt
Sobald ein Startwort anschlägt, ändert sich deine Aufgabe. Jetzt geht es nicht mehr darum, viel abzudecken, sondern um die Richtung.
Der häufigste Fehler an dieser Stelle: Synonyme des besten Startworts probieren. Liegt Wasser auf
380, kommen Flüssigkeit, nass und feucht. Das bringt oft wenig, weil Synonyme fast an
derselben Stelle liegen und dir dasselbe noch einmal sagen.
Besser ist es, die Richtungen abzugehen, die von deinem besten Wort wegführen. Bei Wasser zum
Beispiel: Gewässer, Wetter, Tiere im Wasser, was Menschen damit machen und wie Wasser ist. Nimm aus
jeder Richtung genau ein Wort. Danach weißt du, welche Richtung zählt, und erst dann lohnt sich
Feinarbeit. Wie das Versuch für Versuch aussieht, zeigt Wenn du feststeckst.
Denk an die Wortart
Etwas, das viele erst nach Wochen merken: Das geheime Wort muss kein Hauptwort sein. Es ist ein
deutsches Wort in seiner Grundform, und dazu gehören auch Verben wie laufen oder bauen und
Adjektive wie kalt oder hell.
Deshalb lohnt es sich, mindestens ein Verb und ein Adjektiv unter deinen Startwörtern zu haben, zum
Beispiel gehen und groß. Sie stehen in anderen Sätzen als Hauptwörter und testen die Karte
deshalb anders.
Warum vier und nicht zwei oder acht
Wir empfehlen vier Startwörter. Das ist eine Faustregel aus den verschiedenen Richtungen, keine eigens getestete beste Zahl.
Zwei sind zu wenig. Selbst das beste Startwort bringt nur in gut jeder achten Runde einen Rang unter 1.500. Mit zwei Wörtern liegen am Ende oft beide weit hinten, und du weißt nur, wo das geheime Wort nicht ist. Das ist auch eine Information, aber sehr wenig.
Acht sind zu viele. Ab dem fünften oder sechsten allgemeinen Wort überschneiden sich die Themen so stark, dass jedes weitere kaum noch Neues abdeckt. Du zahlst ganze Versuche für immer weniger Ertrag, und in dieser Zeit hättest du das erste vielversprechende Thema schon durchsuchen können.
Vier decken unsere vier Grundrichtungen je einmal ab und halten den Start übersichtlich. Ob vier messbar besser sind als drei oder fünf, haben wir nicht untersucht. Wichtiger als die genaue Zahl ist die Mischung: Wörter aus verschiedenen Bereichen verraten dir mehr Neues als mehrere Wörter aus derselben Ecke.
Wenn alle Startwörter rot sind
Das frustriert am Anfang am häufigsten: Alle vier Startwörter landen zwischen 5.000 und 9.000, und es fühlt sich an wie ein verlorener Start. Das ist er nicht, du musst die Zahlen nur anders lesen.
Im roten Bereich sagen die genauen Ränge fast nichts, weil dort Zehntausende Wörter sehr dicht
beieinanderliegen. Wichtig ist nur die Reihenfolge deiner vier Wörter. Liegt arbeit bei 5.200
und sehen bei 8.900, ist die Richtung von arbeit die weniger falsche, auch wenn beide rot sind.
Für dich heißt das: Nimm nach vier roten Startwörtern das beste davon und probier aus seiner Gegend vier neue Wörter, wieder breit gestreut. Keine Synonyme, sondern verschiedene Richtungen im selben groben Bereich. Oft landet dabei eins im gelben Bereich, und ab da geht es weiter wie gewohnt.
Falsch wäre es, nach vier roten Wörtern die Startwörter zu wechseln. Sie sind über alle 2.400 Rätsel gemessen und nicht schlecht, nur weil sie an diesem einen Tag nicht passen.
So testest du deine eigenen Startwörter
Willst du dir eigene Startwörter zusammenstellen, gibt es einen einfachen Test: Spiel sie zwei Wochen lang unverändert und schreib dir die Ränge auf.
Schwankt der Rang eines Wortes über zwei Wochen kaum, verrät es dir in deinen Runden wenig, egal ob es hoch oder niedrig liegt. Tausch es probehalber aus. Ein Wort, dessen Rang stärker schwankt, kann für deinen Start nützlicher sein.
Mehr Tipps für die Zeit danach findest du in 12 Strategien, und welche Gewohnheiten dir im Weg stehen, in 10 häufige Fehler.