Spielanleitung
Kontexto ist in einer Minute erklärt: Du errätst das geheime Wort des Tages, indem du Wörter eingibst und ihrer Bedeutung folgst. Hier steht Schritt für Schritt, wie das funktioniert, samt Animation und einem durchgerechneten Beispiel.
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So spielst du Kontexto
Anders als bei Wördle rätst du bei Kontexto nicht Buchstaben, sondern Bedeutung. Du gibst Wörter ein und das Spiel sagt dir, wie nah jedes Wort dem geheimen Zielwort kommt. In vier Schritten:
Wort eingeben
Tippe ein beliebiges deutsches Wort ein und bestätige mit Enter. Du hast unbegrenzt viele Versuche.
Rang ablesen
Jedes Wort erhält einen Rang. Rang 1 ist das Zielwort; je kleiner die Zahl, desto näher liegt dein Wort an der Bedeutung.
Farben deuten
Grün bedeutet sehr nah (Rang 1–300), Gelb auf dem Weg (301–1500), Rot weit entfernt (ab 1501).
Der Bedeutung folgen
Nutze gute Treffer als Wegweiser: Taste die Richtungen ab, die von deinem besten Wort wegführen, bis du das Zielwort auf Rang 1 findest.
Was die Farben bedeuten
Die Farbe einer Zeile zeigt dir auf einen Blick, wie nah dein Tipp liegt. Sie ergänzt den Rang, ersetzt ihn aber nicht. Der genaue Rang ist immer die präzisere Information.
- Grün Rang 1–100, sehr nah am Zielwort
- Gelb Rang 101–600, auf dem richtigen Weg
- Rot Rang 601+, noch weit entfernt
Ein Beispiel-Durchlauf
Angenommen, das Zielwort ist Strand. Eine typische Partie könnte sich so entwickeln, wobei die Ränge dich Schritt für Schritt in das Bedeutungsfeld führen. Nicht jeder einzelne Tipp muss dabei näher liegen:
| Dein Tipp | Rang | Bedeutung |
|---|---|---|
| Computer | 8420 | weit entfernt |
| Meer | 312 | auf dem Weg |
| Küste | 47 | sehr nah |
| Sand | 12 | ganz nah |
| Strand | 1 | Treffer! |
Du siehst: „Computer“ liegt thematisch weit weg, „Meer“ bringt dich ins richtige Feld, und über „Küste“ und „Sand“ kreist du das Zielwort ein. Genau dieses Vorgehen zeigt auch die Animation oben.
Wichtig ist dabei die Lesart des ersten Rangs. „Computer“ auf Rang 8420 ist kein verschwendeter Zug, sondern ein deutlicher Hinweis gegen die Technik-Richtung. Ein sehr schlechter Rang kann dir helfen, eine Richtung zurückzustellen, beweist aber nicht, dass jedes Wort dieses Bedeutungsfeldes ausgeschlossen ist. Wer nur auf sein bestes Wort schaut, verschenkt einen Teil der Information, die auf dem Bildschirm steht.
Tipps für den Einstieg
Drei Dinge helfen Anfängerinnen und Anfängern sofort weiter:
- Breit starten: Im Benchmark liefern einzelne Wörter wie „gehen“, „machen“, „arbeit“, „sehen“ und „bauen“ am häufigsten ein Signal unter Rang 1500. Zwei der vier Wörter unserer praktischen Routine sind Verben; die gemeinsame Trefferquote der Routine wurde nicht separat gemessen.
- Der Spur folgen: Hast du einen grünen oder gelben Treffer, probiere verwandte Begriffe aus verschiedenen Richtungen des Themenfelds, nicht nur Synonyme.
- Wortart wechseln: Steckst du fest, teste statt eines Nomens das passende Verb oder Adjektiv.
Mehr herausholen
Welche Wörter das Spiel annimmt
Kontexto nimmt rund 80.000 deutsche Wörter an, und jede Grundform davon bekommt ihren eigenen Rang, rund 51.000 insgesamt. Eine gebeugte Form zählt als ihre Grundform: „Kinder“ steht in der Liste als „Kind“. Groß- und Kleinschreibung ist egal. Einen einzelnen Tippfehler korrigiert das Spiel, wenn das gemeinte Wort eindeutig ist, sonst schlägt es passende Wörter vor. Vier Regeln erklären die häufigsten Ablehnungen.
- Grundform statt Beugung. Die Normalisierung prüft zuerst, ob die eingegebene Form selbst im Vokabular steht. Nur wenn das nicht der Fall ist, wird die Lemma-Zuordnung als Rückfall verwendet. „gehen“ ist deshalb für die Suche verlässlicher als „ging“: Beide Formen können unterschiedliche Vokabulareinträge sein, während eine nicht direkt vorhandene Form auf ihre Grundform zurückfallen kann.
- Kurz statt lang. Sehr lange Zusammensetzungen wie „Fahrradreparaturset“ fehlen häufig. Zerlege sie in „Fahrrad“, „Reparatur“, „Werkzeug“.
- Ein Wort. Bindestriche und Leerzeichen werden nicht akzeptiert.
- Keine Füllwörter. Artikel, Pronomen, Präpositionen, Bindewörter und Hilfsverben wie „der“, „und“ oder „ist“ werden ausdrücklich abgewiesen, weil sie im Bedeutungsraum keine aussagekräftige Position haben. Die Liste folgt dem englischen Original.
Ein abgelehntes Wort zählt nicht als Versuch. Die vollständige Liste der Gründe steht in Wörter, die Kontexto nicht kennt.
Tipp und Aufgeben
Wenn du nicht weiterkommst, gibt es einen Tipp in drei Stärken. „Leicht“ halbiert deinen bisher besten Rang, „mittel“ liefert das Wort unmittelbar vor deinem besten, „schwer“ zieht eine Zufallszahl. Die Lösung selbst wird nie als Tipp ausgegeben, und ein Wort, das du schon hattest, kommt nicht noch einmal. Wann welcher Modus sich lohnt, steht in Die Tipp-Funktion.
Nach dem Lösen oder Aufgeben kannst du dir die 500 nächstliegenden Wörter anzeigen lassen. Das ist die lehrreichste Minute jeder Partie, weil du dort die Bedeutungsnachbarschaft des Zielworts in ihrer echten Reihenfolge siehst.
Jeden Tag ein neues Wort
Um Mitternacht startet ein neues Rätsel. Alle Spielenden raten am selben Tag dasselbe Wort, ideal, um sich mit Freundinnen und Freunden zu messen. Du brauchst kein Konto und keine Installation: Kontexto läuft direkt im Browser, auf dem Handy genauso wie am Computer. Dein Spielstand bleibt lokal in deinem Browser gespeichert.